Erkannter Text Seite 10 und 11
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X Vorwort Der erste Rocholl älterer Zeit, der dankenswerterweise über die Herkunft der Familie Ro ch oll Aufzeichnungen hinterlassen hat, war der Justizbürgermeister Adolph Wilhelm Rocholl in Soest (1728-1819). Jedoch den hervorragendsten Ausdru> fanden die anfangs erwähnten Tugenden in den Arbeiten seines Enkel8, des Gerichtsrat8 Louis Ro ch oll in Hagen i. W., und zwar in der Stammtafel der Familie Ro ch o ll von 1866, sodann in den Mitteilungen „Vor der Stammtafel“ in dem Band „Allerlei“*) seiner für den engeren Familienkreis heraussgegebenen Bücher. Die übrigen sind betitelt: „Andenken an das Elternhaus“ -- „Aus dem Elternhaus“ -- „Aus dem Geschhwisterkreise“ -- „Ferienfahrt“ und „Allotria“. Loui8 Roch oll gebührt auch an dieser Stelle wärmster Dank für seine verdienstvolle Arbeit und seine hervorragende Leistung. Aus der Zeit nach 1866 bis zum Ende des Jahrhunderts ist nur zu berichten, daß für einen engeren Familienkreis, umfassend die Nachkommen des Justizbürgermeisters Adolph Wilhelm Rocho ll, Anfang der 70er Jahre ein Familientag in Soest stattfand. Die Teilnehmer sind in einem Lichtbild") festgehalten. Anfang dieses Jahrhunderts entwickelte sich auf Anregung des damaligen Militäroberpfarrers und Konsistorialrats Dr. Heinrich Ro ch oll und des Kaufmann3 Theodor R o chh oll (beide zu Hannover) ein engerer Familienzusammen=- shluß. E38 wurde ein Familientag in Düsseldorf am 16. 9. 1902 berufen und hierbei unser Familienverband gegründet. Damit hatten Sinn und Hang für Familienzusammenhalt, die jahrhundertelang bestanden, sich aber biSher nur gelegentlich geäußert hatten, erstmalig feste Gestalt angenommen. Familien= zusammenhalt und Weiterforschung waren die Leitgedanken für den neuen Zu-= sammenschluß. Die Familientagungen wiederholten sich am 17. 5. 1904 in Soest, 29. 5.1906 in Kassel, 1. 6. 1908 in Barmen), 10. 5. 1910 in Bonn und 4. 5. 1913 in Barmen. Im Auftrag des Familienverbandes wurde in einschlägigen Urkundensammlungen geforscht. Im besonderen geschah dieses seiten3 eines beruflihen Familienforscher3, Karl vom Berg, Düsseldorf, bei Kirhen- und Gemeindeämtern und in den verschiedensten sonstigen Quellen. E35 kam der Weltkrieg mit feinem unglücklichen Ausgang und den sich a1schließenden Zerfallersheinungen. Der Familienverband schlief fast vollständig ein, sein Vermögen zerrann infolge der Geldentwertung. Nach Beendigung derselben (1924) erschien mein „Nachtrag zur Stammtafel der Familie Rocholl“, der von vielen Familienmitgliedern freudig al8 Beginn eine3 neuen Aufstieg3 begrüßt wurde. Der alte Sinn für die große Familie erwachte in ihr und trieb neue Blüten. Der damalige Studienassessor Wilhelm R o H oll in Godesberg") schlug als Ersaß für unmöglich gewordene Familientage die Schaffung einer Familienzeitung vor. Unter seiner Leitung erschien ab 1926 das „Nachrichten 5) Vgl. dort S. 294. 8) Vgl. Bildtafel 1. 7) Großneffe von Louis Rocholl und Ürurenkel des JZustizbürgermeisteis Adolph Wilhelm Rocholl,
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Vorwort XI blatt der Familie Ro cho11“. E35 hat sich ausgezeihnet bewährt. Gleichzeitig erstand der Familienverband zu neuem Leben, und zwar in schönerer Pracht al3 vordem. Mit der Festigung des Familienzusammenhalt3 waren die Grundlagen für die weitere Forschung geschaffen. In Fortsezung der von mir aufgenommenen Arbeiten an der Stammtafel fielen dann in die jüngste Zeit folgende Maßnahmen: Der ältere Teil der Stammtafel wurde gründlich überholt, das heißt in vielen Punkten ergänzt, berichtigt, erweitert. Letztes galt im besonderen den oberen Geschlechterreihen, der sogenannten Predigerlinie und dem Zweig IL, Louis Rocholl hatte in seiner Stammtafel neben der Hauptstammfolge nach Gottshalf Rod oll zwei Nebenzweige 1 und Il aufgestellt, mit denen er damals feine Verbindung herstellen konnte. Hierzu traten später zwei neue Zweige (Il und 1V), die zunächst gleichfalls nicht anzuschließen waren. - Grundsäßlich wurde die Forschung auf diejenigen Namensträger beschränkt, deren Vorfahren aus Rade stammten, denn wir haben mit den anderen wahrscheinlich nur den Namen gemeinsam und sind mit ihnen nicht blutsverwandt. Nebenher ging die Einrichtung einer umfangreichen Familienkartei nach neuzeitlihen Gesichtspunkten. E38 folgte die Erfassung der Töchternachkommen, die bekanntlich blutmäßig denselben Anspruch auf Zugehörigkeit zur Familie haben wie die Namensträger. Dabei ergaben sich ungeahnte Zahlen. Wir haben etwa 1400 NamenSsträger und etwa 8000 Töcternachkommen. -- Im Jahre 1929 entstand ein Familientaler*) mit dem markigen Kopf von Johannes Rocholl (1689 bis 1760), unserem Wappen und dem Wahlspruch: „Treu, fest, wahr!“ -- Ein Album, umfassend annähernd 700 Familienmitglieder, fast ausschließlich NamenSträger, zeigt die Familie im Bilde. =-- Der Aufsaß „Ein Streifzug durch Gottschhalf Rocholl1l8 Rader Verwandtschaft“*) von Studienrat Wilhelm Rocholl in Trier gab Anregung zum Anschluß zahlreicher NamenSträger, vorzugssweise des 17. Jahrhundert8. Im besonderen gelang dieses schließlich auch für den Zweig I und mit einigem Vorbehalt auch für die Zweige II und Il. Die jüngere Forschung hatte sich nach allem im Verlaufe von 10 Jahren einer gewissen Abrundung und Vollendung genähert. Dies ließ den Gedanken wach werden, die gesamten Ergebnisse im Druc erscheinen zu lassen. Der Druck von Familiengeschichten war seit der Jahrhundertwende aufgelommen und hatte in den Nachkriegsjahren mehr und mehr zugenommen. Al3 nun gar mit dem Umbruc infolge der nationalsozialistischen Bewegung die Familienkunde staatlich unterstüßt und zum Allgemeingut des Volkes emporgehoben wurde, da schien mir = im Einvernehmen mit meinem getreuen Mitarbeiter Wilhelm Rocholl -- die Zeit für Veröffentlichung einer Geschihte der Familie Ro ch oll gefommen. tafel 8 Entwurf und Schnitt von Prof. Rud. Bosselt, Braunschweig. -- Vgl. Bildase . 2) Vgl. Nachr.bl. Nr, 14 und 15.
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