Zum Inhalt springen
RaderRocholl

Anhang

Ergänzungen, Urkunden und Nachträge
Seite 2020
Seite 2121
Erkannter Text Seite 20 und 21

Maschinell aus dem Scan gelesen. Fraktur wird nie fehlerfrei erkannt — zum Auffinden gedacht, nicht zum Zitieren.

Seite 20

Anhang Nr. 5-7 293
Nr. 5
Hausverkauf von Sundermann an Mumhagen (St.f. 11 2)
Archiv der evangelischen Gemeinde Düsseldorf
Urkunde Radevormwald
1599 auf Montag nach Ralmsonutag
Kund und zu wissen sei jedermann, daß Adolf Sundermann und Agnethe
Cheleute ihre Behausung, das „Newenhauß“ genannt, mit den beiliegenden Gartenpläßen, alle3 alter und neuer Gerechtigkeit, wie e8 zwischen Peter No cholls (UrPeter) und Claßen Keupers8 (Küper) Behausung gelegen, nichts von vorbehalten,
dem Ehrsamen Wilhelm Mumhagen und Wilhelmine, seiner Hausfrau, zu
kaufen gegeben und rechtmäßig verkauft haben.
Nr. 6
Streit zwischen dem Ur-Peter (St.f. 1) und Claiß Küper
Lippisches LandesSarchiv, Detmold. Nr. 172
Brüchten de8 Ampt3 Bienburgh
Die Erbgenamen weilandt Sibell Schomacher3 zu Radt, der Mullersche Sohn
vor der Bruggen ein3, und Drude Meuter8 (Munter3) sampt ihren Zuständern
anderenteil8, haben allerhand Tathandlung mit vermeintlichem Opprorhenderen der
Possession, des hinterlassenen Hauses allda begangen, also daß daraus groß Wappengeschrei und Aergerni3 in der Nachbarschaft entstanden.
Peter Muller vor der Bruggen zu Bienb: (Beyenburg) 3 gal.
Ro > holl zu Radt
Drude Meuters8 (Munters) und Claiß Kueper 3 ggl.
Nr. 7
Gottschalk Moll (St.f. 1m 2) erwähnt
Brüchtenprotokoll des Amte38 Beyenburg
1599 den 18. Aprilis
Godtschal> Kattenbusch geclagt, das vergangene Nacht etliche Gesellen auff
jein Hauß geklopfft und geworffen, was meinungh, seie Ihme unbewust, und alß
er uffgestanden hab er Godtschal> Molle ersehen, welcher demnegst Abtracht zu
machen anglobt.
Godtschal> Molle 1 gal.
(G. Moll = Schwiegervater von Gottschalk Ro ch oll, TII1 2.)

Seite 21

294 Anhang Nr. 8--9
Nr. 8
Verpachtung einer Wiese an Gottschalk Moll (St.f. 111 2)
Archiv der ref. Gem. zu Rade
Urfundevom 10. 4 1615

Arnold Poli Prediger zu Radevormwald gibt dem ehrbaren Godtschal>
Moll Bürger der Stadt Rade vorm Walde und Stinen Eheleuten ein ortgen in
der Wiesen bei den Höfen St. Johannis Wiese genannt in Erbpacht zum Behuf der
Errichtung eines Farbhause8, auch steht ihm zur Auswaschung der Tücher da3
Wasser aus dem beiliegenden Dycke (Teich am Springel betreffend) frei.

Adolff Ueminghauß Nichter
Andreas Schüß 3. 3. Gerichtsschreiber.
Nr. 9
Erbvertrag Moll (St.f. 111 2)
aus dem Archiv der ref. Gem. zu Rade
[vgl. hierzu „Frühgeschichte (Ur-Peter)“]
Dieselbe Urkunde in heutigem Deutsch folgt im Anschluß

Alß und nachdem sih durch Absterben Etwan Hanß Moll darhin komen, daß
Sintemahl deßen hinterlassene Wittwe Margriete sich beschwertt die Interesse und
Leibzucht der Shiwegermutter stinen zugeben JInmaßen sie auch solche3 nit vermocht,
und dan sie Margriete erwogen sie Ihren heyraßpfennungh, einbracht, wie glichfal3
Ihres seligen mans Brautschaß und Libzucht auß ven verlassenen Erbguttern
zurück gefoddertt, dariegen aber die Schwegermutter stine widrumb eingewandt und
vorgeben daß die Gutter bey stehender Ehe, ermelten Ihres Seligen Shon3 und
Margrieten, sich gesteigertt, daß daher Ihr wenig auß angezogener fodderunah qe
standen, wan dan hirbey betrachtet daß die Streittigkeit beiderseiz undienlig, auch
nit Christ noch billig, derhalb stehett hirmit zuwissen, daß gerurte stine und
Margriete sich dergestalt Elter ubd Kindtlig von Allen Irsfalen verglichen und nachfolgender maßen verdragen, Al38 nemlich daß angezogener Margriete daß „Nigenhuß“ halb mit hinderligenden Garten und zubehorender Gerechtigkeitt Erblig haben
und behalten foll, so dan mit Beider belieben durch gutte Leutte, wie solchhs8 am
fugligsten getheilt werden mochte, geseßt und darnach daß loß darumb gelost foll
werden; Waß sonsten die Andere Halbscheit angeregten Hauß3, und aller übriger
Erbgutter anlangt, selbige sollen gesagter stinen, ahn jezo Eigenthumblig, wider
eingehandigt werden, doch daß sie darauff die Siebendehalb hundertt Thaler, darmit
die Gutter in Überlassungh beschwertt gewesen ahn nachfolgenden Personen Als
benentlig bey Etwan Andreas Lünigs Erbgenahmen zwey hundertt vier unzwenzig Reichsthaller. Jtem bey Jorgen Panter zu Lennep drie unfunfftzig
Reichsthaller. Item an Ihren Edam Gotschalk Ro >h oll (St.f. 1112) funff und
achtzig gl. abdragen und bezallen soll, wan dan Ihr stinen, hirneben wegen Ihrer
KLibzucht noF Nestiertt acht unsiebentzig lichter Thaller so hatt solche8 darmit sein
richtigkeit und verblib, waß Sonsten weitter ir schulden, darauff in stehender Ehegemacht, soll sie Margriete abstatten, und bezallen und hinferner keiner witterer

Anhang · andere Bände · Blättern auch mit den Pfeiltasten