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RaderRocholl

Anhang

Ergänzungen, Urkunden und Nachträge
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Erkannter Text Seite 26 und 27

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Anhang Nr. 16--17 299
Nr. 16
Verhör von Gottschalk (St.f. I1l 2)
und Adolph Rocholl dem Älteren (St.f. 1m 3)
Au3 dem Archiv der luth. Gem. zu Rade
1651 den 1. Februar. Protokoll so über expedition Fürstlicher Commission wegen
restitution der Kirchen zu Nade vorm Wald gehalten.

Hierüber erbieten fich in ihrer eignen Gemeinde nochh lebendige Zeugen zu
haben, daß der Brauch deß reformirten exercitii bei ihnen in der Kirchen gewesen,
alß nemblich: u. a.

Godtschalf und Adolff Ro >holl usw.
baten solche abzufragen, waß vor eine Neligion Ao. 1624 gewesen und welcher gestalt
daß abentmahl außgetheilet, ob nicht der Heidelbergische Catechißmus gelehret seye
und auß Lobwaßer (ein Gesangbuch) gesungen worden.

a) Nr. 6. Godtschal>k No >holt

alt 58 Jahr ungefehr und ein Burger in der Stat hieselbst von Bürgermeister

hieher geruffen, wiße nit anders alß daß reformirte Religion Ao. 1624 gewesen, da er zum nachtmahl gangen, so unter gestalt weißbrodt und wein auß-
getheilet und den Leuthen in die Hende geben worden, habe den Heidelbergischen

CatechiSmus gelernet, wie in der Kirchen gehört und gesehen, wehren die

Psalmen Davidi8 gesongen, wie noch in ihrer gemeinden, auch Lutherische

gesenge gebrauchet.

b) Nr. 7. Adolff Ro >h ol sagt

im 51. Jahr seines alters und Calvinischer Religion seie, gestern zum Zeugen

angesprochen und were Ao. 1624 Adolff Sondrmann Vastor und Arnoldus

PBollichh Capelan gewesen, reformirter religion, daß nachtmahl hette mit

Brodt und wein außgetheilet, wie selbst also empfangen, hetten auch den

Heidelbergischen Catechiömum gelehrnet, wie er felber Aa. 1614 gesehen und

Anno 1625 verheirathet, were auch der Lobwaßer gesongen und dabey die

Kutherische gejenge gebrauchet.

Nr. 17--20 Zül. Berg-Radevormwald, Gerichtsbuch Nr. 1
Nr. 17

7. und 8. 8. 1662. Christoph von Marschheid wird, weil bei seiner mit
Christine No chhol1s (St.f. IV 4) gefeierten Hochzeit über die Geseße gehopt*), in
Strafe genommen.

*) Veranstaltung zu großer Hochzeitsfeier, wobei die jungen Leute zu viel gesoffen,
sich über die Straße spielen lassen.

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300 Anhang Nr. 18-21
Nr. 18

29. 11. 1662, Christoph von Marschheid (St.f. IV 4) übergibt Kopie eines
Teilzettel8, nach welchem Tillmann auffm Bergh ihm 82 gl. 2 alb. 6 hell., von
seinem Schwiegervater Peter No ho ll - Sohn (St.f. 1111) herrührend, schuldig sei.

Christoph von Marscheid übergibt Kopie aus dem Rechnung5buch Peter
No Hol8, nach welhem Merten Bussieper ihm 9 gl. 2 alb. 6 hell. schulde.

Nr. 19

10. 3. 1666. Bürgermeisier und Rat in Radevormwald lassen Henrichen Hex -
mind>haus vor sich erscheinen, um diejenigen, die an Fastnacht Unwesen getrieben
baben, nambaft zu machen.

Unter den namhaft gemachten 9 jungen Leuten wird unter Nr. 3 Peter
N o Holl (St.f. IV 2), genannt der bußemeester, aufgeführt.

Nr. 20

6. 10. 1666. Vergleich des Christoph von Marscheid (St.f. IV 4) mit Peter
N o ch oll auf dem berge (St.f. IV 2) wegen einer diesem bei Gelegenheit der Huldigung beigebrachten Verwundung.

Nr. 21
Besitztum von Peter Rocholl auf dem Berg (St.f. 1V 2)
Archiv der ref. Gem, zu Rade

Ich Pitter N o ho ll uff bergh habe ein Stü> Land bei den Kotten gelegen so
an Steffen Ueminghauß und an Wilhelm Alhauß Land anschließt, hält ein
Malderscheidt, zwei Schepelßscheidt 37/2 Nuten.

Item noch ein Stü> Land das gröner Kampgen genannt so an Petter uff
Collenbergh sein Cotterland anschließt, hält ungefähr ein Malderscheidt und
ein Schepel Ruten.

Item ein Stück Wiesen, die Corterwiese genannt, so an Wilhelm Alhauß
Wiese anschließt, hält 69 Ruten, 10 Fuß.

Item ein Stück Busch bei dem lechten bor&ertt genannt, welche38 an Keß-
manns Feld uff dem borcett anschließt, hält ungefähr ein Malderscheidt.

Item ein Stü Garten auf der Hohstraßen genannt, so an Wilhelm Alhauß
Garten anschließt, hält ungefähr 15 Ruten.

| Von diesen angezeigten Crbstücken gebe ich jährlich einem zeitlichen Bürgermeister die gebührliche Schäzung (Abgabe) als nämlich 3 Albus8, 3 Heller wie auch
dem Hogherrn in Hoffen Herrn Matoha zu Dahlhausen jährlich auch seine
Gebühr.
Praes. 20. 12. 1671.

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