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RaderRocholl

Anhang

Ergänzungen, Urkunden und Nachträge
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Erkannter Text Seite 58 und 59

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330 Anhang Nr. 41--42
Goit grüß Sie rufen drum vom Alpenbunde
Al3 leßtes Lebewohl die Mannen alle,
Die einstmals huldigten im Jubelschalle!
Nr. 41
TodesSanzeige des Bürgermeisters Heinrich Wilhelm Rocholl
(St.f. Vl 2)
Allgemeine Zeitung, Elberfeld, 1829, Nr. 41
Am heutigen Tage Morgens 9 Uhr ward die sterbliche Hülle unsere3 verewigten Freunde3, de8 Herrn Bürgermeister8 R o choll auf dem prunklosen Friedbof hbieselbst eingesenkft.

Dem Andenken dieses Biedermanns8 einige Worte zu weihen, fordert un38 da3
innigste Dankgefühl, die herzlichste Zuneigung gegen den Verklärten auf. -- Er war
ein rechtlicher wahrer Patriot, ex war Helfer und Tröster der Hilfsbedürftigen, er
war ein Vater der Armen, denen er mit seltener Aufopferung im Stillen half, wo er
e38 vermöchte. --- Seine Freunde und eine große Anzahl seiner Mitbürger aus den
meisten Ständen folgten seiner Bahre und haben e8 dankbar erkannt, daß auch der
verehrte Landrat de8 hiesigen Kreises Herr NRegierung5rat Wiethaus aus Hamm,
mehrere der Herrn Bürgermeister der benachbarten Gemeinden ihm selbst den Beamten der hiesigen Stadt zur Nuhestätte begleiteten, und daß der Hauptmann und
Domänen-Rentmeister May er auf unser Ersuchen einige herzliche Worte zu Ehren
des Verstorbenen redete, welche er aus unser aller Herzen sprach. Wir werden
immer seinen frühen Verlust bedauern, sein Andenken ehren, und manche Thräne,
welche im Stillen auf seinem Grabhügel die Armen und Viele seiner Mitbürger
weinen, denen er Rather, Freund und Helfer war, wird am besien e38 bekunden,
daß darunter ein wahrer Menschenfreund ruht.

Unna, den 3. Februar 1829.

Mehrere Mitbürger und Freunde de38 Verstorbenen.
Nr. 42
Todesanzeige des Johann Bernhard Rocholl (St.f. VU 33)
Allgemeine Zeitung, Elberfeld, 1829, Nr. 149
Heute um die Mittagsstunde wurde unser geliebter Vater,
Johann Bernhard Rocholl,

dessen allgemein bekannter, rastloser Thätigkeit wir so viel verdanken, im 65. Jahre
seine3 Alter8, uns unvermuthet durch den Tod entrissen.

Am Sonntag wandelte er noh mit uns im schönen Tempel der Natur, und
heute, am köstlichen Feste der Himmelfahrt unseres Herrn, wandelt, wie wir nicht
zweifeln dürfen, sein Geist shon mit seinem Jesu, und mit unserer, dem Vollendeten, vorangegangenen sanften Mutter, in dem schöneren Tempel dort oben.

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Anhang Nr. 42/2 331
Den theilnehmenden, nahen und entfernten Freunden und Verwandten widmen
diese Anzeige
Die hinterbliebenen
Kinder und Schwiegerkinder.
Nadevormwald, den 28. Mai 1829.
YXr. 42/2
A. Zeugnis für Carl Rocholl (St.f. IX 93), ausgestellt vom Landrat a. D.
Graf v. Seyssel d'Aix.

Der Königliche Landwehrlieutnant außer Dienst Herr Stadtsekretär Rocholl
in Barmen trat im Jahre 1813 auf meinem Büreau al3 Kanzelist ein und wurde,
auf meine Empfehlung, im Jahre 1825 als Stadtsekretär in Barmen angestellt.

Sehr gerne ertheile ich dem Herrn Stadtsekretär Carl Rocholl da8 pflichtmäßige Zeugnis, daß er sich in den Jahren 1813/25, wo er unter meiner direkten
Leitung wirkte, durch moralische Führung, treue Gesinnung und in dienstlicher Beziehung durch nicht gewöhnlichen Fleiß, Kenntnisse, strenge Nechtlichkeit und Talent
vorzüglich ausszeichnete, wa38 mich dann auch bereit3 in den ersten Jahren, die derselbe bei der Kreissdirektion, bzw. dem landräthlichen Amte Elberfeld, welchen
Aomtern ich von 1813 bis 1847 einschl. vorstand, angestellt war, bestimmte, ihm
die Bearbeitung der Militär- und Polizei-Angelegenheiten, so wie de38 Rechnungs3wesens des Kreises unter meiner Leitung zu übertragen, welche Geschäfte Herr
N o chh oll zu meiner Zufriedenheit wahrgenommen hat. Aus diesem Grunde, so wie
um demselben eine angemessene Stellung und ausskömmlichere Existenz zu verschaffen,
empfahl ich ihn zur Ernennung als Stadtfekretär der Stadt Barmen, welche Stelle
ihm 1825 conferiert wurde. Da ich bis zu meinem Abgang, im Jahre 1847, als
Landrath des Kreise3 Elberfeld, ihn genau zu beobachten Gelegenheit fand, so kann
ich ihm mit Ueberzeugung ferner das Zeugnis ertheilen: Daß derselbe in jener
Stellung, während der Jahre 1825/47 vollkommen meinen Erwartungen durch treue
Pflichterfüllung, Fleiß und Geschicklichkeit entsprochen und fich ebenfall8 durchh nicht3
zu wünschen übrig lassende sittliche Führung, umsichtige8, ebenso feste8 wie bescheidene8 Benehmen und strenge Rechtlichkeit ausgezeichnet hat, wodurch er meine
Hochschäßung zu erhalten und die Achtung der wohldenkenden Einwohner der Stadt
Barmen zu gewinnen wußte.

Vor etwaigen Gebrauch dieses Zeugnisses ist zu demselben der geseßliche
Stempelbogen zu cassieren.

Coblenz, den 3. Februar 1853.

Grafv. Seysseld'Aix
KLandrath a. D.
B, Auszug aus den Verhandlungen der Stadtverordneten-Versammlung zu Barmen.
Sitzung vom 7. Juli 1863,

Nach Mittheilung des Herrn Vorsißenden werden es am nächsten dritten August
fünfzig Jahre, daß Herr Stadtsekretär Ro ch oll seine Dienste den Comunal-Angelegenheiten gewidmet bat.

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