Erkannter Text Seite 74 und 75
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346 Anhang Nr. 49 Theater besucht, denn für da3 leichte Völklein der Schauspieler hatte er immer großes Interesse, und ein leichter Zug der Romantif war ihm geblieben. Er nahm da3 Leben schwerer, al8 seine Brüder, aber seine Frau kam vom sonnigen Nhein und brachte den ganzen Sonnenschein ihrer Heimat in Hau3 und Familie. War Ferdinand ernster, so war sein Bruder Cduard das reine Gegenteil. Jmmer guter Laune, voll Freude am Leben, ein gutherziger Polterer. „Arbeiten umd fröhlich sein“, war seine Zauberformel, „alle8 praktisch“, sein Losung35wort. In seinem alten traulichen Garten wuchsen 8 Kinder zwischen Obstbäumen und Gemüsebeeten, zwischen Pferd, Ziegen und Kaninchen lustig auf. Er war ein begeisterter Verehrer de3 Kurfürsten und söhnte sich erst mit den Preußen aus, als 1870 seine beiden Söhne in'3 Feld zogen und aus Kampf und Not ein deutsches Kaiserreich emporstieg. Seine Frau war wohl in Kassel geboren, doch stammten ihre Eltern aus der Schweiz. Ludwig, der Dritte, hatte sich wieder eine Ro ch 9 l1- Tochter aus Westfalen geholt, wie ja in der Sippe oft untereinander geheiratet worden ist. Die Che blieb kinderlos. Seine Frau starb früh, aber die Kinder seiner Geschwister nahm er väterlich an's Herz, und in seinem Haus und Garten tummelte sich immer frohes Leben. Zwei Neffen, Louis und Oskar, kamen ganz in sein Haus und in eine blühende Stockfabrik, Lo ui38 war ein kaufmännisches Genie und brachte die Fabrik später auf große Höhe. Dessen Sohn Ernst führte sie noch jekt in seinem Sinne weiter. Otto, der Jüngste der langen Reihe, mag wohl ein Sonntagskind gewesen sein. Er war der Schönste und Liebensswürdigste der Brüder, und e38 war ihm auch am Meisten alles geglückt im Leben. Im Hause seiner Schwester K a ß fand er eine HSeimat und in deren Stieftochhter Caroline seine erste Gattin. Er trat in das blühende Tuchgeschäft ihre8 Vater3, und des Leben3 Sorgen blieben ihm erspart. Wenn ich an ihn denke, ist es mir wie ein heller Sonnenschein. Vier stattliche Söhne wurden ihm aus 2 Ehen geschenkt, an denen er nur Freude erlebte. Er gewann, unermüdlich tätig wie seine Brüder, dem Leben die besten Seiten ab. In der Wilhelmshöherallee erwarb er ein schönes alte8 Haus mit herrlichen De>engemälden. E3 steht heute ebenfalls unter Denkmalsschuß, und in ihm und in einem riesigen wohlgepflegten Garten entwickelte sich eine geradezu wunderbare Gastlichkeit. Familie und Freunde waren immer willkommen, und an großen JFamilienfesten war die Familie immer reich. Auf diese schaffensfreudigen Männer paßt das Dichterwort: „Sage5arbeit, abend3 Gäste, Saure Wochen, frohe Feste“, Denn das war ihr Zauberwort. Die Musen haben nicht an der Wiege der Kasseler Ro ch o1l Pate gestanden, und der Sinn für Musik war allen versagt. Es war charakteristisch, daß mein Vater den Arzt holen ließ, als ich mit 10 Jahren die ersten Gedichte verfaßte. Mit Religionöstreitigkeiten gab sich keiner ab, sie hielten e8 mit dem alten Friß und ließen Jeden nach seiner Facon selig werden. Mit frohem Gottvertrauen sahen sie in'3 Leben, urgesund an Körper und Geist und mit treuem Herzen für Volk und Vaterland.
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Anhang Nr. 50 349 IV 1 Helmut Bettmann (von IN 2), ★ Rheydt 14. 5. 1904, Prokurist in der Seidenweberei C. E. Bettmann ebd.; coo Standesamtl. Rheydt, kirchl. Hückeswagen 14. 8. 1929 mit Grete Brenner, kath, ★ Ahrweiler 19. 11. 1899, T. d. Peter Brenner, kath., ★ Löhndorf bei Sinzig 3. 10. 1853, † Ahrweiler 22. 5. 1921, Gärtner ebd., u. s. G. Katharina Fuhrmann, kath., ★ Altenahr 22. 5. 1867. Kinder Bettmann, zu Rheydt geboren, ev.: a) Ruthmarie, ★ 23. 9. 1930. b) Erika, ★ 5. 8. 1932. c) Inge, 3X 309. 1. 1935. d) Dietrich Engelbert, ★ 26. 8. 1938. IV 2 Hilde Bettmann (von II 2), ★ Rheydt 28. 8. 1905; co ebd. standesamtl. 8. 5., Kirchl. 1. 6. 1937 mit Karl Heinz Wienands, ev., ★ Aumühle bei Wildeshausen 5. 12. 1905, Zahntechnikermeister zu Rheydt, S. d. Albert Wienands, ★ ebd. 28. 9. 1874, Dr. phil. und Chemiker bei der Spinnerei H. G. Wienands Söhne ebd., u. s. G. Emilie Müller, X Königsfeld in Oldenburg 22. 10. 1879. Tochter Wienands, zu Rheydt geboren, ev.: a) Marie-Luise, ★ 21. 2. 1938. IV 3 Clara Bettmann (von II 2), ★ Rheydt 27.7. 1908; oo Rheydt standesamtl. 16. 5.5 Kirchl. 9. 6. 1936 mit Arno Fischer, X Layenhof bei Finrhen/Mainz 5. 1. 1907, Dipl.-Ing. der Luftwaffe zu Münster i. W., S. d. Julius Fischer, Gutsbesitzer zu Layenhof, u. s. G. Helene Hag er aus Barmen, Tochter Fischer, zu Münster 1. W. geboren, ev.: a) Mareile, ★ 9. 2. 1938. IV 4 Werner Bettmann (von I113), ★ Rheydt 16. 7. 1910, Prokurist in der Seidenweberei C. E. Bettmann ebd; co standesamtl. Rheydt 22. 10. 1935, kirchl. Niesky O.-L. 19. 1. 1936 mit Ruth Erdmut Moderau, ev., ★ ebd. 17. 10. 1908, T. d. Johannes Theodor Moderau, ★ Nazareth auf Jamaika 22. 10. 1866, Kaufmann zu Niesky; ∞ Herrnhut i. Sa. 28. 3. 1905 mit Margarethe Maria Wilkens, ★ Gnadenfeld O.-L. 22. 1. 1870, † Petershein O.-L. 10. 2. 1937. Tochter Bettmann, zu Rheydt geboren, ev.: a) Margarete Elisaberh, ★ 1. 6, 1938.
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